Sonntag, November 06, 2005
Nun sind endlich auch die Bilder zu unserer Nahost-Reise auf dem Netz. Zu finden unter der seriös klingenden Adresse www.pforti.com/middleeast2005/.
Mittwoch, Oktober 26, 2005
Goodbye Damaskus, hello Beirut, goodbye Beirut
Inzwischen wieder zuhause, leicht beschämt wegen mangelhafter Weblog-Führung. Zur Gewissensberuhigung hier aber noch eine Zusammenfassung des letzten Teils unserer Reise.
Wie bereits Pforti in seinem Beitrag deutlich zum Ausdruck gebracht hat, haben wir Damaskus zu unserer Lieblingsdestination erkoren. Die Stadt zieht einem mit arabischer Romantik - verwinkelte, überwachsene Gässchen, prachtvolle Moscheen, nach Kaffee, Kardamom und Abgasen duftende Souqs - sowie unzähligen wunderschönen Restaurants, schönen Bars und einem vielfältigen Nachtleben in ihren Bann. Zudem haben wir in einem wunderschönen Hotel mit lauschigem Innenhof logiert - und wir wurden von Manuel, Randa, ihrer Cousine Alia und ihren Freunden nicht nur herumgeführt, sondern richtiggehend umsorgt. Ihre Herzlichkeit und Gastfreundschaft war einmalig. Danke!
Entsprechend schwer fiel uns der Abschied am Freitag von dieser wunderbaren Stadt und all den wunderbaren Leuten. Trotzdem fuhren wir am Nachmittag mit dem Service Taxi nach Beirut, um die letzte Destination unserer Reise zu erkunden. Nachdem wir ein Hotel gefunden hatten (sehr klein und bescheiden, aber ein ausgesprochen netter Patron, der uns andauernd Kaffee kochte), machten wir uns auf die Suche nach dem legendären Beiruter Nachtleben.
Was wir zuerst antrafen, war das Militär. An jeder Strassenecke waren Bewaffnete in Kampfuniform postiert, aufmerksam und ganz offensichtlich aus anderem Holz geschnitzt als syrische und ägyptische Soldaten, die auf einem Plastikstuhl zu dösen pflegen, während ihr Gewehr einige Meter entfernt an einer Hauswand lehnt. Wir sichten mehrere Panzer, Strassensperren. Ansonsten ist es seltsam ruhig in Beirut, nichts ist hier zu spüren von jenem elektrisierenden Leben, das Damaskus ausmacht. Wir irren mit dem Taxi und zu Fuss durch die Stadt, essen zwischendurch wie üblich ausgezeichnet (Mezze!) und landen schliesslich in Beiruts angeblicher Ausgehmeile, der Rue Monot. Sitzen in der kubanischen Bar Pacifico, trinken zu guter Musik gute Drinks und zahlen Zürcher Preise.
Am Samstag ist die Stadt kaum lebendiger, wir verkriechen uns in einem Terrassencafé an der Corniche, rauchen Wasserpfeifen, spielen Backgammon, schauen aufs Meer. Dazwischen erfahren wir den Grund für die massive Militärpräsenz: Am Vortrag hat der deutsche UN-Untersucher Dieter Mehlis seinen Bericht zum Mord am ehemaligen libanesischen Ministerpräsidenten Rafiq Hariri vorgestellt. Die dadurch angespannte Lage, erklären uns mehrere Beiruter, sei auch der Grund, warum die Menschen eher zuhause blieben.
Wir versuchen am Abend unser Glück bei einem Restaurant, das unser Reiseführer empfiehlt und das ganz in der Nähe des Hotels liegen soll. Das Restaurant finden wir nicht, dafür die am Vorabend vermisste Restaurant- und Bar-Meile, die Rou Gouraud. Hier reihen sich die durchgestylten Bars und die trendigen Restaurants aneinander, und nach längerem Flanieren fällt unsere Wahl auf das Café Gemmayzé, das wie ein französisches Bistro aussieht und um halb zehn, also einiges vor der Essenszeit, schon gut besetzt ist. Alle Tische seien reserviert, teilt man uns zuerst bedauernd mit, aber natürlich lässt sich hier eine Lösung finden, und schon sitzen wir und essen wieder Mezze. Rauchen danach Wasserpfeifen (es sollten unsere letzten sein in diesem Urlaub!), bewundern schöne Libanesinnen und lauschen der arabischen Live-Musik, die im inzwischen voll besetzten Lokal erklingt.
Gegen Mitternacht gehen wir zurück an die Rue Monot, vertun uns in einem der zahlreichen Clubs, der zwar an diesem Abend gut gefüllt, ansonsten aber wenig reizvoll ist. Wollen darum den Abend in einer Bar in der Rue Gouraud beschliessen, als wir aber dort um zwei Uhr ankommen, machen die alle bereits zu. Ein Barkeeper erzählt uns aber, in der Nähe befinde sich einer von Beiruts angesagtesten Nachtklubs, der Beirut Basement. Tatsächlich ist die karg geschmückte Halle mit Sichtbeton-Charme morgens um drei proppenvoll, die Beirutis tanzen auf den Tischen zu minimalistischem Elektro. Wir bleiben bis um etwa vier - die Getränkepreise übersteigen beinahe Zürcher Niveau.
Sonntag ist der Tag der Rückreise, bis dahin machen wir eigentlich nichts mehr. Am Flughafen der erwartete Ärger mit Alitalia (siehe auch weiter unten in diesem Blog): Unser Anschlussflug von Mailand nach Zürich existiert gar nicht, nach einigem Drängen kriegen wir wieder Swiss-Tickets für Zürich-Mailand. Wie zum Teufel kann eine Fluggesellschaft überleben, wenn sie nie fliegt? Und dann noch eine Riesenüberraschung: Am Flughafen treffen wir Rebecca, eine ehemalige Schulkollegin von Tobias und mir, die gerade in Beirut ihren Freund besucht hat.
Nach den üblichen Scherereien mit italienischen Sicherheitsbeamten in Mailand landen wirund zumindest ein Teil unseres Gepäcks kurz nach neun Uhr abends in Zürich-Kloten. Es scheint wie ein jähes Aufwachen - die Reise ist vorbei. Was bleibt, sind Erinnerungen und Fotos - letztere demnächst hier auf dieser Seite.
Wie bereits Pforti in seinem Beitrag deutlich zum Ausdruck gebracht hat, haben wir Damaskus zu unserer Lieblingsdestination erkoren. Die Stadt zieht einem mit arabischer Romantik - verwinkelte, überwachsene Gässchen, prachtvolle Moscheen, nach Kaffee, Kardamom und Abgasen duftende Souqs - sowie unzähligen wunderschönen Restaurants, schönen Bars und einem vielfältigen Nachtleben in ihren Bann. Zudem haben wir in einem wunderschönen Hotel mit lauschigem Innenhof logiert - und wir wurden von Manuel, Randa, ihrer Cousine Alia und ihren Freunden nicht nur herumgeführt, sondern richtiggehend umsorgt. Ihre Herzlichkeit und Gastfreundschaft war einmalig. Danke!
Entsprechend schwer fiel uns der Abschied am Freitag von dieser wunderbaren Stadt und all den wunderbaren Leuten. Trotzdem fuhren wir am Nachmittag mit dem Service Taxi nach Beirut, um die letzte Destination unserer Reise zu erkunden. Nachdem wir ein Hotel gefunden hatten (sehr klein und bescheiden, aber ein ausgesprochen netter Patron, der uns andauernd Kaffee kochte), machten wir uns auf die Suche nach dem legendären Beiruter Nachtleben.
Was wir zuerst antrafen, war das Militär. An jeder Strassenecke waren Bewaffnete in Kampfuniform postiert, aufmerksam und ganz offensichtlich aus anderem Holz geschnitzt als syrische und ägyptische Soldaten, die auf einem Plastikstuhl zu dösen pflegen, während ihr Gewehr einige Meter entfernt an einer Hauswand lehnt. Wir sichten mehrere Panzer, Strassensperren. Ansonsten ist es seltsam ruhig in Beirut, nichts ist hier zu spüren von jenem elektrisierenden Leben, das Damaskus ausmacht. Wir irren mit dem Taxi und zu Fuss durch die Stadt, essen zwischendurch wie üblich ausgezeichnet (Mezze!) und landen schliesslich in Beiruts angeblicher Ausgehmeile, der Rue Monot. Sitzen in der kubanischen Bar Pacifico, trinken zu guter Musik gute Drinks und zahlen Zürcher Preise.
Am Samstag ist die Stadt kaum lebendiger, wir verkriechen uns in einem Terrassencafé an der Corniche, rauchen Wasserpfeifen, spielen Backgammon, schauen aufs Meer. Dazwischen erfahren wir den Grund für die massive Militärpräsenz: Am Vortrag hat der deutsche UN-Untersucher Dieter Mehlis seinen Bericht zum Mord am ehemaligen libanesischen Ministerpräsidenten Rafiq Hariri vorgestellt. Die dadurch angespannte Lage, erklären uns mehrere Beiruter, sei auch der Grund, warum die Menschen eher zuhause blieben.
Wir versuchen am Abend unser Glück bei einem Restaurant, das unser Reiseführer empfiehlt und das ganz in der Nähe des Hotels liegen soll. Das Restaurant finden wir nicht, dafür die am Vorabend vermisste Restaurant- und Bar-Meile, die Rou Gouraud. Hier reihen sich die durchgestylten Bars und die trendigen Restaurants aneinander, und nach längerem Flanieren fällt unsere Wahl auf das Café Gemmayzé, das wie ein französisches Bistro aussieht und um halb zehn, also einiges vor der Essenszeit, schon gut besetzt ist. Alle Tische seien reserviert, teilt man uns zuerst bedauernd mit, aber natürlich lässt sich hier eine Lösung finden, und schon sitzen wir und essen wieder Mezze. Rauchen danach Wasserpfeifen (es sollten unsere letzten sein in diesem Urlaub!), bewundern schöne Libanesinnen und lauschen der arabischen Live-Musik, die im inzwischen voll besetzten Lokal erklingt.
Gegen Mitternacht gehen wir zurück an die Rue Monot, vertun uns in einem der zahlreichen Clubs, der zwar an diesem Abend gut gefüllt, ansonsten aber wenig reizvoll ist. Wollen darum den Abend in einer Bar in der Rue Gouraud beschliessen, als wir aber dort um zwei Uhr ankommen, machen die alle bereits zu. Ein Barkeeper erzählt uns aber, in der Nähe befinde sich einer von Beiruts angesagtesten Nachtklubs, der Beirut Basement. Tatsächlich ist die karg geschmückte Halle mit Sichtbeton-Charme morgens um drei proppenvoll, die Beirutis tanzen auf den Tischen zu minimalistischem Elektro. Wir bleiben bis um etwa vier - die Getränkepreise übersteigen beinahe Zürcher Niveau.
Sonntag ist der Tag der Rückreise, bis dahin machen wir eigentlich nichts mehr. Am Flughafen der erwartete Ärger mit Alitalia (siehe auch weiter unten in diesem Blog): Unser Anschlussflug von Mailand nach Zürich existiert gar nicht, nach einigem Drängen kriegen wir wieder Swiss-Tickets für Zürich-Mailand. Wie zum Teufel kann eine Fluggesellschaft überleben, wenn sie nie fliegt? Und dann noch eine Riesenüberraschung: Am Flughafen treffen wir Rebecca, eine ehemalige Schulkollegin von Tobias und mir, die gerade in Beirut ihren Freund besucht hat.
Nach den üblichen Scherereien mit italienischen Sicherheitsbeamten in Mailand landen wirund zumindest ein Teil unseres Gepäcks kurz nach neun Uhr abends in Zürich-Kloten. Es scheint wie ein jähes Aufwachen - die Reise ist vorbei. Was bleibt, sind Erinnerungen und Fotos - letztere demnächst hier auf dieser Seite.
Mittwoch, Oktober 19, 2005
Donnerstag bis heute: Damaskus!
ein kleiner text zu damaskus, das es eigentlich nicht verdient, nur kurz abgehandelt zu werden (vielleicht gibts ja spaeter mehr, im moment geniessen wir jede minute in dieser wunderbaren stadt und eilen gerade von einer einladung zur naechsten...) :
damaskus ist anderen grossen staedten des mittleren ostens gar nicht unaehnlich: gross, chaotisch, laut, viel verkehr, viele leute, 24 stunden dauer betrieb, viel gutes essen. doch damaskus hat uns in einer art und weise in seinen bann gezogen, die bisher einmalig ist. zu verdanken haben wir dies randa, unserer freundin und mit-studentin aus zuerich, ihrem syrischem freund manuel und dessen freunde... diese haben uns nun seit letztem donnerstag rumgefuehrt und uns damaskus von einer seite gezeigt, wie sie wohl kaum ein tourist sonst zu sehen kriegt: essen in wunderschoenen restaurants, argilehs rauchen in trendigen bars, ausgang, .... EIN HERZLICHES DANKESCHOEN AN DIESER STELLE!!
ein kurzer abriss:
donnerstag: wir essen gut, rauchen viele argilehs und stuerzen im nachtleben von damaskus ab (wir danken nico, dass er uns nach hause gebracht hat, wir haetten es wohl alleine nicht mehr geschafft...)
freitag: wir erholen uns von donnerstag (wir danken nico, dass er uns zwieback und tee besorgt hat...)
samstag: wir essen gut, rauchen viele argilehs und geniessen damaskus
sonntag: wie samstag
montag: wie sonntag
dienstag: wie montag
so simple.
herzliche gruesse
posted by pforti
damaskus ist anderen grossen staedten des mittleren ostens gar nicht unaehnlich: gross, chaotisch, laut, viel verkehr, viele leute, 24 stunden dauer betrieb, viel gutes essen. doch damaskus hat uns in einer art und weise in seinen bann gezogen, die bisher einmalig ist. zu verdanken haben wir dies randa, unserer freundin und mit-studentin aus zuerich, ihrem syrischem freund manuel und dessen freunde... diese haben uns nun seit letztem donnerstag rumgefuehrt und uns damaskus von einer seite gezeigt, wie sie wohl kaum ein tourist sonst zu sehen kriegt: essen in wunderschoenen restaurants, argilehs rauchen in trendigen bars, ausgang, .... EIN HERZLICHES DANKESCHOEN AN DIESER STELLE!!
ein kurzer abriss:
donnerstag: wir essen gut, rauchen viele argilehs und stuerzen im nachtleben von damaskus ab (wir danken nico, dass er uns nach hause gebracht hat, wir haetten es wohl alleine nicht mehr geschafft...)
freitag: wir erholen uns von donnerstag (wir danken nico, dass er uns zwieback und tee besorgt hat...)
samstag: wir essen gut, rauchen viele argilehs und geniessen damaskus
sonntag: wie samstag
montag: wie sonntag
dienstag: wie montag
so simple.
herzliche gruesse
posted by pforti
Mittwoch: Iraker in Amman
Waehrend sich unsere Ferien schon dem Ende zuneigen, bin ich mit dem Weblog immer noch in der Haelfte steckengeblieben. Nehmts nicht als Ausdruck von Schreibfaulheit, sondern als Hinweis darauf, dass es hier einfach viel zu sehen und zu tun gibt.
Wir beschliessen am Mittwoch, Amman zu erkunden. Das tun wir, indem wir mit dem Taxi kreuz und quer durch die Stadt fahren - Amman wurde auf exakt 19 Huegeln erbaut, Orientierung ist unmoeglich und Fussmaersche anstrengend. Amman besitzt keine Altstadt, die auch nur annaehernd den Charme derjenigen Kairos erreichen wuerde, sondern ist eine moderne, auf den ersten Blick gesichtslose Stadt.
Wir wollten eigentlich ins beste Restaurant der Stadt essen gehen, das hat aber waehrend Ramadan geschlossen. Probieren deshalb in einem Durschnittslokal Mensaf, die lokale Spezialitaet: Gekochtes Lammfleisch mit gelb gefaerbtem Reis. Danach wollen wir in Ammans Trendviertel fahren, wo es viele schicke Bars geben soll. Der Taxifahrer laedt uns irgendwo an einer Kreuzung ab, und nach etwas Herumlaufen ist uns klar, dass der Trend woanders sein muss. Wir sprechen drei Jugendliche an, die auf der Strasse diskutieren und fragen sie nach dem Weg. Sie kennen die Gegend, die wir suchen, auch den Weg dorthin - doch der ist lang und kompliziert, und nach mehreren Erklaerungsversuchen beschliessen sie, uns hinzufuehren. Wie sich herausstellt, sind sie aus dem Irak. Das wir aus der Schweiz sind, nehmen sie erfreut zur Kenntnis - die Schweizer wuerden naemlich das irakische Geld drucken. Fuer tiefergehende Konversation reicht ihr Englisch nicht - und unser Arabisch schon gar nicht. Nach etwa einer Viertelstunde erreichen wir einen belebten Strassenzug mit vielen Cafes, und unsere irakischen Freunde machen sich trotz Versuchen, sie einzuladen, wieder auf den Rueckweg. Wir setzen uns in eines der voll besetzten Cafes, man platziert uns an einem Tisch, an dem bereits ein Einheimisches seine Shisha schmaucht. Und schon wieder sind wir mitten in einem Gespraech ("Welcome to Jordan!"). Unser Gegenueber heisst Ahmed, ist 26 und bei einer Spezialeinheit der Polizei taetig. Er war bei UN-Einsaetzen in Afghanistan und in Liberia dabei. Zum Abschied gibt er uns seine E-Mail und seine Telefonnummer, sein Bruder arbeite uebrigens bei der Regierung, falls wir mal in Schwierigkeiten kommen wuerden.
Wir beschliessen am Mittwoch, Amman zu erkunden. Das tun wir, indem wir mit dem Taxi kreuz und quer durch die Stadt fahren - Amman wurde auf exakt 19 Huegeln erbaut, Orientierung ist unmoeglich und Fussmaersche anstrengend. Amman besitzt keine Altstadt, die auch nur annaehernd den Charme derjenigen Kairos erreichen wuerde, sondern ist eine moderne, auf den ersten Blick gesichtslose Stadt.
Wir wollten eigentlich ins beste Restaurant der Stadt essen gehen, das hat aber waehrend Ramadan geschlossen. Probieren deshalb in einem Durschnittslokal Mensaf, die lokale Spezialitaet: Gekochtes Lammfleisch mit gelb gefaerbtem Reis. Danach wollen wir in Ammans Trendviertel fahren, wo es viele schicke Bars geben soll. Der Taxifahrer laedt uns irgendwo an einer Kreuzung ab, und nach etwas Herumlaufen ist uns klar, dass der Trend woanders sein muss. Wir sprechen drei Jugendliche an, die auf der Strasse diskutieren und fragen sie nach dem Weg. Sie kennen die Gegend, die wir suchen, auch den Weg dorthin - doch der ist lang und kompliziert, und nach mehreren Erklaerungsversuchen beschliessen sie, uns hinzufuehren. Wie sich herausstellt, sind sie aus dem Irak. Das wir aus der Schweiz sind, nehmen sie erfreut zur Kenntnis - die Schweizer wuerden naemlich das irakische Geld drucken. Fuer tiefergehende Konversation reicht ihr Englisch nicht - und unser Arabisch schon gar nicht. Nach etwa einer Viertelstunde erreichen wir einen belebten Strassenzug mit vielen Cafes, und unsere irakischen Freunde machen sich trotz Versuchen, sie einzuladen, wieder auf den Rueckweg. Wir setzen uns in eines der voll besetzten Cafes, man platziert uns an einem Tisch, an dem bereits ein Einheimisches seine Shisha schmaucht. Und schon wieder sind wir mitten in einem Gespraech ("Welcome to Jordan!"). Unser Gegenueber heisst Ahmed, ist 26 und bei einer Spezialeinheit der Polizei taetig. Er war bei UN-Einsaetzen in Afghanistan und in Liberia dabei. Zum Abschied gibt er uns seine E-Mail und seine Telefonnummer, sein Bruder arbeite uebrigens bei der Regierung, falls wir mal in Schwierigkeiten kommen wuerden.
Samstag, Oktober 15, 2005
Dienstag: Stadt aus Stein / Arba'a shisha, arba'a shai
Von Aqaba aus fahren wir mit dem Minibus nach Wadi Mousa, dem Staedtchen neben Petra, der weltberuehmten Stadt aus Stein. Petra war eine Stadt der Nabataeer, erbaut etwa drei Jahrhunderte vor Christus, zerstoert 555 bei einem schweren Erdbeben.
Petra ist Anwaerterin auf einen Platz unter den modernen sieben Weltwundern - und das voellig zu recht. Der Weg in die Stadt beziehungsweise ihre Ueberrreste fuehrt durch eine lange und enge Schlucht, die entstanden ist, als tektonische Kraefte den Fels auseinanderrissen. Eine Stadt mit einem solchen Zugang ist wohl uneinnehmbar. Nach mehr als einem Kilometer Weg durch die majestaetische, verwinkelte Schlucht gibt sie ploetzlich den Blick frei auf Petras Wahrzeichen, den so genannten Schatz des Pharaos. Ein Tempel, dessen griechisch inspirierte, 30 Meter hohe Fassade in den Fels gemeisselt wurde. Fuer all jene, die "Indiana Jones and The Last Crusade" gesehen haben: Der Showdown des Films wurde genau hier gedreht.
Die Sehenswuerdigkeiten in Petra erschoepfen sich aber nicht in diesem einen beruehmten Wahrzeichen, dessen Zweck nach wie vor nicht genau geklaert ist (vermutlich ist es ein Mausoleum). Bei unserem Besuch zieht auch eine Film-Crew aus Indien, die vor den Ruinen Tanzszenen dreht, viel Aufmerksamkeit auf sich. Die Stadt selber muss riesig gewesen sein, verschiedene in den Stein gehauene Gebaeude und Graeber sind noch tadellos erhalten.
Weil Petra eine Attraktion und Wadi Mousa dementsprechend touristisch ist, wollen wir noch am selben Tag nach Amman, der Hauptstadt Jordaniens fahren. Wir nehmen ein Taxi nach Ma'an, der naechsten groesseren Stadt, essen dort zuerst etwas (es ist eben erst halb sechs vorbei, und die Taxifahrer sind sowieso alle auch am Essen) und finden dann einen, der uns fuer 20 Dinar (etwa 35 Franken) die knapp 250 Kilometer lange Strecke nach Amman faehrt. In den zweieinhalb Stunden, in denen wir unterwegs sind, versucht die Frau unseres Fahrers 57-mal (ja, wir haben gezaehlt), ihren Mann auf seinem Handy anzurufen, und er nimmt 57-mal nicht ab.
In Amman suchen wir einen Ort, wo wir unser dringendes Beduerfnis nach Wasserpfeifen stillen koennen, und finden nicht weit von unserem Hotel ein kleines Kaffee, wo wir das Uebliche bestellen (koennen wir inzwischen auf arabisch): "Arba'a shisha, arba'a shai" - Vier Shishas, vier Tee. Kurz darauf sitzen auch Amin, der etwa 80-jaehrige Manager des Kaffees, sein Freund Jamil und ein weiterer Gast bei uns. Wir unterhalten uns angeregt bis etwa ein Uhr morgens.
Petra ist Anwaerterin auf einen Platz unter den modernen sieben Weltwundern - und das voellig zu recht. Der Weg in die Stadt beziehungsweise ihre Ueberrreste fuehrt durch eine lange und enge Schlucht, die entstanden ist, als tektonische Kraefte den Fels auseinanderrissen. Eine Stadt mit einem solchen Zugang ist wohl uneinnehmbar. Nach mehr als einem Kilometer Weg durch die majestaetische, verwinkelte Schlucht gibt sie ploetzlich den Blick frei auf Petras Wahrzeichen, den so genannten Schatz des Pharaos. Ein Tempel, dessen griechisch inspirierte, 30 Meter hohe Fassade in den Fels gemeisselt wurde. Fuer all jene, die "Indiana Jones and The Last Crusade" gesehen haben: Der Showdown des Films wurde genau hier gedreht.
Die Sehenswuerdigkeiten in Petra erschoepfen sich aber nicht in diesem einen beruehmten Wahrzeichen, dessen Zweck nach wie vor nicht genau geklaert ist (vermutlich ist es ein Mausoleum). Bei unserem Besuch zieht auch eine Film-Crew aus Indien, die vor den Ruinen Tanzszenen dreht, viel Aufmerksamkeit auf sich. Die Stadt selber muss riesig gewesen sein, verschiedene in den Stein gehauene Gebaeude und Graeber sind noch tadellos erhalten.
Weil Petra eine Attraktion und Wadi Mousa dementsprechend touristisch ist, wollen wir noch am selben Tag nach Amman, der Hauptstadt Jordaniens fahren. Wir nehmen ein Taxi nach Ma'an, der naechsten groesseren Stadt, essen dort zuerst etwas (es ist eben erst halb sechs vorbei, und die Taxifahrer sind sowieso alle auch am Essen) und finden dann einen, der uns fuer 20 Dinar (etwa 35 Franken) die knapp 250 Kilometer lange Strecke nach Amman faehrt. In den zweieinhalb Stunden, in denen wir unterwegs sind, versucht die Frau unseres Fahrers 57-mal (ja, wir haben gezaehlt), ihren Mann auf seinem Handy anzurufen, und er nimmt 57-mal nicht ab.
In Amman suchen wir einen Ort, wo wir unser dringendes Beduerfnis nach Wasserpfeifen stillen koennen, und finden nicht weit von unserem Hotel ein kleines Kaffee, wo wir das Uebliche bestellen (koennen wir inzwischen auf arabisch): "Arba'a shisha, arba'a shai" - Vier Shishas, vier Tee. Kurz darauf sitzen auch Amin, der etwa 80-jaehrige Manager des Kaffees, sein Freund Jamil und ein weiterer Gast bei uns. Wir unterhalten uns angeregt bis etwa ein Uhr morgens.
Montag: Welcome to Jordan!
Oh je, ich bin fuerchterlich im Verzug mit Schreiben. Im Moment bin ich in einem Internet-Cafe in Damaskus, hoffe, hier etwas aufholen zu koennen.
Am Montagmorgen verlassen wir Dahab am Roten Meer und fahren zuerst mit dem Taxi etwa 80 Kilometer nordwaerts der Kueste entlang in ein kleines Nest namens Nuweiba. Von dort aus faehrt taeglich eine Faehre in die jordanische Kuestenstadt Aqaba. Das heisst, es sind zwei Faehren, eine schnelle (Fahrtdauer 1 Stunde) und eine langsame (Fahrtdauer 3-4 Stunden). Wir entscheiden uns fuer die langsame, die, wie uns verschiedene Schalterbeamte erklaeren, ungefaehr um 15 Uhr, beziehungsweise fruehestens um 13 Uhr aber sicher nicht spaeter als um 12 Uhr Nuweiba verlassen wird. Um 11 Uhr gehen wir zum Hafen, lassen unsere Paesse und unser Gepaeck kontrollieren und stellen uns auf laengeres Warten ein. Ein Polizist erklaert uns irgendwann, in 5 Minuten kaeme ein Bus und bringe uns zum Boot. Jaja, denken wir. 5 Minuten. Bus.
Exakt 7 Minuten spaeter stehen zwei Busse vor der Wartehalle, welche die Passagiere zur Faehre bringen. Beim Schiff handelt es sich um eine Auto- und Passagierfaehre daenischer Erzeugung, was bedeutet, das auf dem Kahn saemtliche Hinweise (auch die zur Bedienung der Rettungswesten und -boote) auf daenisch gehalten sind. Wir begeben uns aufs oberste Deck, machen es uns auf den Plastikbaenken gemuetlich und warten.
Gut drei Stunden spaeter - um 15 Uhr - legt die Rostlaube endlich los, und wir tuckern gemuetlich ueber das Rote Meer, links und rechts von uns die zerkluefteten, rotsandigen Berge der Sinai-Halbinsel und Saudi-Arabiens. Wir sind die einzigen Touristen auf dem Boot, die meisten anderen Passagiere sind Pilger auf dem Weg nach Mekka. Um etwa 19 Uhr kommen wir an, nach einer weiteren Stunde Warten koennen wir aussteigen.
-- Der Empfang in Jordanien ist herzlich. Vom Polizisten, der sagt, er habe unser Gepaeck ins Meer geworfen (was nicht stimmt), zum Zollbeamten, der sagt, er habe unsere Paesse verloren (was auch nicht stimmt), zum Taxifahrer, er erklaert, die Fahrt vom Hafen in Aqabas Innenstadt koste 4 Dinar (was vermutlich auch nicht stimmt): Alle erklaeren sie mit breitem Laecheln: "Welcome to Jordan!" Es ist ein Satz, der uns die naechsten drei Tage begleiten wird.
Am Montagmorgen verlassen wir Dahab am Roten Meer und fahren zuerst mit dem Taxi etwa 80 Kilometer nordwaerts der Kueste entlang in ein kleines Nest namens Nuweiba. Von dort aus faehrt taeglich eine Faehre in die jordanische Kuestenstadt Aqaba. Das heisst, es sind zwei Faehren, eine schnelle (Fahrtdauer 1 Stunde) und eine langsame (Fahrtdauer 3-4 Stunden). Wir entscheiden uns fuer die langsame, die, wie uns verschiedene Schalterbeamte erklaeren, ungefaehr um 15 Uhr, beziehungsweise fruehestens um 13 Uhr aber sicher nicht spaeter als um 12 Uhr Nuweiba verlassen wird. Um 11 Uhr gehen wir zum Hafen, lassen unsere Paesse und unser Gepaeck kontrollieren und stellen uns auf laengeres Warten ein. Ein Polizist erklaert uns irgendwann, in 5 Minuten kaeme ein Bus und bringe uns zum Boot. Jaja, denken wir. 5 Minuten. Bus.
Exakt 7 Minuten spaeter stehen zwei Busse vor der Wartehalle, welche die Passagiere zur Faehre bringen. Beim Schiff handelt es sich um eine Auto- und Passagierfaehre daenischer Erzeugung, was bedeutet, das auf dem Kahn saemtliche Hinweise (auch die zur Bedienung der Rettungswesten und -boote) auf daenisch gehalten sind. Wir begeben uns aufs oberste Deck, machen es uns auf den Plastikbaenken gemuetlich und warten.
Gut drei Stunden spaeter - um 15 Uhr - legt die Rostlaube endlich los, und wir tuckern gemuetlich ueber das Rote Meer, links und rechts von uns die zerkluefteten, rotsandigen Berge der Sinai-Halbinsel und Saudi-Arabiens. Wir sind die einzigen Touristen auf dem Boot, die meisten anderen Passagiere sind Pilger auf dem Weg nach Mekka. Um etwa 19 Uhr kommen wir an, nach einer weiteren Stunde Warten koennen wir aussteigen.
-- Der Empfang in Jordanien ist herzlich. Vom Polizisten, der sagt, er habe unser Gepaeck ins Meer geworfen (was nicht stimmt), zum Zollbeamten, der sagt, er habe unsere Paesse verloren (was auch nicht stimmt), zum Taxifahrer, er erklaert, die Fahrt vom Hafen in Aqabas Innenstadt koste 4 Dinar (was vermutlich auch nicht stimmt): Alle erklaeren sie mit breitem Laecheln: "Welcome to Jordan!" Es ist ein Satz, der uns die naechsten drei Tage begleiten wird.
Mittwoch, Oktober 12, 2005
Samstag & Sonntag: Fisch in Dahab
Ich bin ein wenig im Verzug mit Schreiben, bereits ist Mittwoch und wir sind in Amman, der Hauptstadt Jordaniens. Dazu aber spaeter.
Am Samstag frueh sind wir von Kairo mit dem Bus nach Dahab auf der Sinai-Halbinsel, knapp 100 Kilometer noerdlich von Sharm-el-Sheikh, gereist. Weil die Fahrt etwa 8 Stunden dauert, haben wir uns extra erkundigt beim Ticketkauf, ob der Bus denn Essenstopps einlegen wuerde, obwohl ja Ramadan ist. Natuerlich, wurde uns versichert, es gebe genuegend Essensstopps. Macht Sinn, haben wir uns gedacht, schliesslich sind Reisende ja vom Fastengebot ausgenommen.
Knapp 9 Stunden spaeter kommen wir ausgehungert in Dahab an - der Bus hat nicht einmal angehalten. Der Kohldampf kommt uns in Dahab aber nur zugute. Das kleine Staedtchen ist ein entspannter, wenn auch recht touristischer Ort, wo man vor allem zwei Dinge tun kann: Nichts und Fisch essen. (Und Tauchen, aber fuer das hatten wir keine Zeit).
Wir sitzen also auf weichen Kissen direkt am Roten Meer, lassen uns grillierten Red Snapper, Tintenfisch, Garnelen und Krabben auftragen, rauchen Shishas im Beduinenzelt unseres Hotels, lauschen dem Rauschen des Meeres und schauen in den Sternenhimmel. Der Ort ist perfekt, etwas zu perfekt gar, und nach knapp zwei Tagen haben wir das dringende Beduerfnis, die etwas artifizielle Idylle Dahabs wieder gegen Sand, Staub, Abgase und Strassenlaerm einzutauschen.
-- Jetzt schliesst leider das Internet-Cafe, es ist kurz vor fuenf und der Besitzer wuerde gerne essen gehen. Spaeter gibts mehr.
-- Uebrigens kann man in diesem Weblog Kommentare hinterlassen, falls irgendjemand uns etwas mitteilen will.
Am Samstag frueh sind wir von Kairo mit dem Bus nach Dahab auf der Sinai-Halbinsel, knapp 100 Kilometer noerdlich von Sharm-el-Sheikh, gereist. Weil die Fahrt etwa 8 Stunden dauert, haben wir uns extra erkundigt beim Ticketkauf, ob der Bus denn Essenstopps einlegen wuerde, obwohl ja Ramadan ist. Natuerlich, wurde uns versichert, es gebe genuegend Essensstopps. Macht Sinn, haben wir uns gedacht, schliesslich sind Reisende ja vom Fastengebot ausgenommen.
Knapp 9 Stunden spaeter kommen wir ausgehungert in Dahab an - der Bus hat nicht einmal angehalten. Der Kohldampf kommt uns in Dahab aber nur zugute. Das kleine Staedtchen ist ein entspannter, wenn auch recht touristischer Ort, wo man vor allem zwei Dinge tun kann: Nichts und Fisch essen. (Und Tauchen, aber fuer das hatten wir keine Zeit).
Wir sitzen also auf weichen Kissen direkt am Roten Meer, lassen uns grillierten Red Snapper, Tintenfisch, Garnelen und Krabben auftragen, rauchen Shishas im Beduinenzelt unseres Hotels, lauschen dem Rauschen des Meeres und schauen in den Sternenhimmel. Der Ort ist perfekt, etwas zu perfekt gar, und nach knapp zwei Tagen haben wir das dringende Beduerfnis, die etwas artifizielle Idylle Dahabs wieder gegen Sand, Staub, Abgase und Strassenlaerm einzutauschen.
-- Jetzt schliesst leider das Internet-Cafe, es ist kurz vor fuenf und der Besitzer wuerde gerne essen gehen. Spaeter gibts mehr.
-- Uebrigens kann man in diesem Weblog Kommentare hinterlassen, falls irgendjemand uns etwas mitteilen will.
Sonntag, Oktober 09, 2005
Freitag: Fastenbrechen
Ich hab frueher in diesem Blog bereits einmal kurz vom Fastenbrechen jeden Abend gegen halb sechs erzaehlt. In Kairo sieht man ab etwa fuenf Uhr nachmittags in den Seitenstrassen die Leute an grossen Tischen sitzen, das Essen vor sich, geduldig wartend. Weil wir jedes Mal, wenn wir an einer solchen Szene vorbeigegangen sind, aufs Freundlichste eingeladen sind, haben wir uns am Freitag dazugesetzt.
Wobei auch dieses Mal die Einladungen und Aufforderungen, uns doch bitte zu setzen, fast ueberschwaenglich freundlich waren. Wir setzen uns also auf vier kleine grellfarbige Plastikstuehle und erhalten sofort das, was jeder andere auch vor sich hat: Ein Fladenbrot und ein paar gedoerrte Datteln. Dann beginnt das Warten, das mehrheitlich schweigend von sich geht. Die Menschen scheinen doch sehr erschoepft vom Fasten, einige schlafen, ansonsten ist die haeufigste Bewegung das Verscheuchen der Fliegen, die sich an den Datteln zu schaffen machen.
Nach einiger Zeit werden kleine Schaelchen mit Suessigkeiten aufgetragen, jeder erhaelt eins. Die Maenner an unserem Tisch machen uns verstaendlich, wir sollten die Suessigkeiten mit dem Fladenbrot zudecken. Ob zum Schutz gegen Fliegen oder damit man sie nicht, ohne zu essen, anstarren muss, bleibt unklar. Waehrend all dieser Zeit ist im Hintergrund, eher leise, ein Vorbeter hoerbar, aber es ist unmoeglich zu sagen, ob jemand auf das hoert, was er predigt. Kurz vor halb sechs bekommen alle Anwesenden einen Aluminium-Teller mit mehreren Faechern - es gibt Reis, Kartoffeln mit Tomaten und ein wenig Fleisch und Pickles, sauer-scharfe eingelegte Gemuesestuecke.
Noch ist es aber nicht so weit, das Essen steht noch unberuehrt auf dem Tisch. Der Moment kann aber nicht mehr weit sein, irgendwie liegt eine seltsame Spannung, auch eine Vorfreude, in der Luft. Einige an unserem Tisch beginnen, die Kartoffeln ins Fladenbrot zu fuellen, andere mischen das Gemuese mit dem Reis - aber noch immer gibt es keinen Bissen. Dann endlich, der Vorbeter ruft klar und deutlich "Allah akbar", Gott ist gross, kann es beginnen, und ebenso still, wie man gewartet hat, macht man sich nun hinter das Essen. Geselligkeit kommt nun keine mehr auf, wer fertig ist, verlaesst den Tisch und geht, nach knapp zehn Minuten sind wir praktisch alleine in der grossen Seitengasse.
Wobei auch dieses Mal die Einladungen und Aufforderungen, uns doch bitte zu setzen, fast ueberschwaenglich freundlich waren. Wir setzen uns also auf vier kleine grellfarbige Plastikstuehle und erhalten sofort das, was jeder andere auch vor sich hat: Ein Fladenbrot und ein paar gedoerrte Datteln. Dann beginnt das Warten, das mehrheitlich schweigend von sich geht. Die Menschen scheinen doch sehr erschoepft vom Fasten, einige schlafen, ansonsten ist die haeufigste Bewegung das Verscheuchen der Fliegen, die sich an den Datteln zu schaffen machen.
Nach einiger Zeit werden kleine Schaelchen mit Suessigkeiten aufgetragen, jeder erhaelt eins. Die Maenner an unserem Tisch machen uns verstaendlich, wir sollten die Suessigkeiten mit dem Fladenbrot zudecken. Ob zum Schutz gegen Fliegen oder damit man sie nicht, ohne zu essen, anstarren muss, bleibt unklar. Waehrend all dieser Zeit ist im Hintergrund, eher leise, ein Vorbeter hoerbar, aber es ist unmoeglich zu sagen, ob jemand auf das hoert, was er predigt. Kurz vor halb sechs bekommen alle Anwesenden einen Aluminium-Teller mit mehreren Faechern - es gibt Reis, Kartoffeln mit Tomaten und ein wenig Fleisch und Pickles, sauer-scharfe eingelegte Gemuesestuecke.
Noch ist es aber nicht so weit, das Essen steht noch unberuehrt auf dem Tisch. Der Moment kann aber nicht mehr weit sein, irgendwie liegt eine seltsame Spannung, auch eine Vorfreude, in der Luft. Einige an unserem Tisch beginnen, die Kartoffeln ins Fladenbrot zu fuellen, andere mischen das Gemuese mit dem Reis - aber noch immer gibt es keinen Bissen. Dann endlich, der Vorbeter ruft klar und deutlich "Allah akbar", Gott ist gross, kann es beginnen, und ebenso still, wie man gewartet hat, macht man sich nun hinter das Essen. Geselligkeit kommt nun keine mehr auf, wer fertig ist, verlaesst den Tisch und geht, nach knapp zehn Minuten sind wir praktisch alleine in der grossen Seitengasse.
Freitag, Oktober 07, 2005
Donnerstag: Abu as-Sid! Abu as-Sid! ...und die Pyramiden
Die aegyptische Kueche ist zwar nicht ganz so bekannt wie andere aus dem Nahen Osten, aber sie hat durchaus etwas zu bieten. Die Gerichte sind meistens einfach. Weit oben auf der Liste der Nahrungsmittel hier steht Fuul, eine Paste aus braunen Bohnen mit Olivenoel und Knoblauch, die man im Fladenbrot isst. Sowieso kann man hier alles haben, was sich in ein Fladenbrot packen laesst: Falafel, Shwarma, Shis Kebab, und so weiter.
In Kairo ist das Restaurant Abu as-Sid bekannt dafuer, traditionelle aegyptische Gerichte auf hohem Niveau zu kochen. Fabian und ich waren im vergangenen Dezember schon einmal hier. Die Inneneinrichtung quillt ueber vor Orient-Kitsch. Das Restaurant ist offensichtlich bei wohlhabenden Kairenern wie Touristen sehr beliebt, dementsprechend arrogant kann das Personal sein.
Das ist aber alles nicht so wichtig, denn im Abu as-Sid zaehlt hauptsaechlich eines, und das ist das Essen. Zur Vorspeise gibt es die traditionellen Mezze, darunter das allgegenwaertige Babaganoush, eine Paste aus Tahini (Sesampaste) und Auberginen. Dazu herrlich gewuerzte kleine Wuerstchen, die unter anderem Minze enthalten. Zum Hauptgang dann Molokheya, das aegyptische Nationalgericht: Eine dickfluessige Suppe aus einem spinat-aehnlichen Gemuese (schmeckt allerdings etwas rauher, herber), serviert mit gebratenem Huehnchen und Reis. Oder Huhn mit Walnuss-Sauce, oder Tajine mit Shrimps, Tomaten und rotem Reis. Es war fantastisch. Beschlossen haben wir das Essen mit einigen Shishas - im Abu as-Sid gibt es dafuer 19 verschiedene Tabaksorten (aktueller Zwischenstand unserer Degustation: Cocktail: lecker, Kirsche: lecker, Zitrone: Finger weg!)
Ach ja, bei den Pyramiden waren wir auch. Das heisst, ich war nicht da, aber die drei anderen. Vielleicht kann ich einen davon ueberreden, hier etwas darueber zu schreiben.
In Kairo ist das Restaurant Abu as-Sid bekannt dafuer, traditionelle aegyptische Gerichte auf hohem Niveau zu kochen. Fabian und ich waren im vergangenen Dezember schon einmal hier. Die Inneneinrichtung quillt ueber vor Orient-Kitsch. Das Restaurant ist offensichtlich bei wohlhabenden Kairenern wie Touristen sehr beliebt, dementsprechend arrogant kann das Personal sein.
Das ist aber alles nicht so wichtig, denn im Abu as-Sid zaehlt hauptsaechlich eines, und das ist das Essen. Zur Vorspeise gibt es die traditionellen Mezze, darunter das allgegenwaertige Babaganoush, eine Paste aus Tahini (Sesampaste) und Auberginen. Dazu herrlich gewuerzte kleine Wuerstchen, die unter anderem Minze enthalten. Zum Hauptgang dann Molokheya, das aegyptische Nationalgericht: Eine dickfluessige Suppe aus einem spinat-aehnlichen Gemuese (schmeckt allerdings etwas rauher, herber), serviert mit gebratenem Huehnchen und Reis. Oder Huhn mit Walnuss-Sauce, oder Tajine mit Shrimps, Tomaten und rotem Reis. Es war fantastisch. Beschlossen haben wir das Essen mit einigen Shishas - im Abu as-Sid gibt es dafuer 19 verschiedene Tabaksorten (aktueller Zwischenstand unserer Degustation: Cocktail: lecker, Kirsche: lecker, Zitrone: Finger weg!)
Ach ja, bei den Pyramiden waren wir auch. Das heisst, ich war nicht da, aber die drei anderen. Vielleicht kann ich einen davon ueberreden, hier etwas darueber zu schreiben.
Donnerstag, Oktober 06, 2005
Mittwoch: Keine Alitalia, Ramadan und Joseph
Wir haben einen Flug mit Alitalia gebucht, aus Kostengruenden. Zuerich-Rom, dann Rom-Cairo. Man hat uns gewarnt, Alitalia sei unzuverlaessig, es koennte Streiks geben. Wir haben nicht gehoert.
Als wir am Mittwochmorgen um 5:15 Uhr am Zuercher Flughafen ankommen, sind bei unserem ersten Flug bereits eineinhalb Stunden Verspaetung angegeben. Der Check-In schickt uns zum Alitalia-Schalter, wo wir abklaeren sollen, ob wir unseren Anschluss ueberhaupt noch schaffen werden. Der Schalter oeffnet erst gerade, und wir kommen zum Glueck kurz vor der grossen Meute, die wegen dem annullierten Flug nach Mailand sehr aufgebracht ist, dort an.
Die Angestellte am Alitalia-Schalter hat sichtlich schlechte Laune, was bei dem Chaos so frueh am Morgen ja irgendwie verstaendlich ist. Wir geben uns also betont verstaendnisvoll und mitleidig. Wir seien nicht umgebucht worden, sagt sie, und dann nach kurzem Ueberlegen: "Ach was. Ich mach es einfach und buche euch auf den Swiss-Direktflug von Zuerich nach Kairo."
Gesagt, getan. Mit einem Alitalia-Gutschein stolzieren wir zum Swiss-Check-In, und weil wir die Ersten sind, die Einchecken, bekommen wir erst noch die besten Plaetze. Daraufhin schlagen wir uns die kommenden drei Stunden am Flughafen um die Ohren, bevor wir in einem halbleeren Swiss-Flieger abheben. Fazit: Naechstes Mal buchen wir wieder Alitalia - und hoffen, dass die Maschine Verspaetung hat.
In Kairo ist es knapp 30 Grad, wir rumpeln mit einem der niedlichen schwarz-weissen Kairener Taxis vom Flughafen in die Stadt, und tatsaechlich ist etwas anders als das letzte Mal, als ich hier war: Man sieht niemanden auf der Strasse rauchen. In einem Land, wo zumindest die Maenner praktisch alle rauchen, faellt so etwas auf.
Gegen fuenf Uhr nachmittags sind wir dann wieder auf der Strasse, und es liegt Spannung in der Luft. In den Strassen-Restaurants und Cafes sitzen die Gaeste vor einem Stueck Fladenbrot und einem Glas Wasser, aber keiner ruehrt etwas an. Alle warten darauf, dass die Fastenzeit des Tages zu Ende geht. Um halb sechs hat es keinen Verkehr mehr auf den Strassen und niemand ist zu Fuss unterwegs - alle beginnen nun zu essen.
Wir treffen inzwischen Joseph, den Fabian und ich vergangenen Januar in Hurghada kennengelernt haben, wo Joseph in einem Kleiderladen arbeitet. Nun ist er extra nach Cairo gereist, um uns zu treffen. Wir schenken uns gegenseitig Klischees: Joesph uebergibt uns einen ganzen Sack voll Papyri, von uns bekommt er ein paar Tafeln Schweizer Schokolade.
Danach ziehen wir durch die Stadt, die nun kaum wiederzuerkennen ist: Alle Essenstaende produzieren auf Hochtouren, und wir verkoestigen uns mit Falafel, Fuul (eine Paste aus braunen Bohnen, im Fladenbrot), Shwarma, Shis Kebab und klebrigen Suessigkeiten, trinken Tamarinde- und Granatapfelsaft, Karkade- und Pfefferminztee und Sahleb, ein warmes dickfluessiges Milchgetraenk mit Nuessen und Fruechten.
Und wir rauchen Shisha. Sie schmecken einfach besser hier.
Als wir am Mittwochmorgen um 5:15 Uhr am Zuercher Flughafen ankommen, sind bei unserem ersten Flug bereits eineinhalb Stunden Verspaetung angegeben. Der Check-In schickt uns zum Alitalia-Schalter, wo wir abklaeren sollen, ob wir unseren Anschluss ueberhaupt noch schaffen werden. Der Schalter oeffnet erst gerade, und wir kommen zum Glueck kurz vor der grossen Meute, die wegen dem annullierten Flug nach Mailand sehr aufgebracht ist, dort an.
Die Angestellte am Alitalia-Schalter hat sichtlich schlechte Laune, was bei dem Chaos so frueh am Morgen ja irgendwie verstaendlich ist. Wir geben uns also betont verstaendnisvoll und mitleidig. Wir seien nicht umgebucht worden, sagt sie, und dann nach kurzem Ueberlegen: "Ach was. Ich mach es einfach und buche euch auf den Swiss-Direktflug von Zuerich nach Kairo."
Gesagt, getan. Mit einem Alitalia-Gutschein stolzieren wir zum Swiss-Check-In, und weil wir die Ersten sind, die Einchecken, bekommen wir erst noch die besten Plaetze. Daraufhin schlagen wir uns die kommenden drei Stunden am Flughafen um die Ohren, bevor wir in einem halbleeren Swiss-Flieger abheben. Fazit: Naechstes Mal buchen wir wieder Alitalia - und hoffen, dass die Maschine Verspaetung hat.
In Kairo ist es knapp 30 Grad, wir rumpeln mit einem der niedlichen schwarz-weissen Kairener Taxis vom Flughafen in die Stadt, und tatsaechlich ist etwas anders als das letzte Mal, als ich hier war: Man sieht niemanden auf der Strasse rauchen. In einem Land, wo zumindest die Maenner praktisch alle rauchen, faellt so etwas auf.
Gegen fuenf Uhr nachmittags sind wir dann wieder auf der Strasse, und es liegt Spannung in der Luft. In den Strassen-Restaurants und Cafes sitzen die Gaeste vor einem Stueck Fladenbrot und einem Glas Wasser, aber keiner ruehrt etwas an. Alle warten darauf, dass die Fastenzeit des Tages zu Ende geht. Um halb sechs hat es keinen Verkehr mehr auf den Strassen und niemand ist zu Fuss unterwegs - alle beginnen nun zu essen.
Wir treffen inzwischen Joseph, den Fabian und ich vergangenen Januar in Hurghada kennengelernt haben, wo Joseph in einem Kleiderladen arbeitet. Nun ist er extra nach Cairo gereist, um uns zu treffen. Wir schenken uns gegenseitig Klischees: Joesph uebergibt uns einen ganzen Sack voll Papyri, von uns bekommt er ein paar Tafeln Schweizer Schokolade.
Danach ziehen wir durch die Stadt, die nun kaum wiederzuerkennen ist: Alle Essenstaende produzieren auf Hochtouren, und wir verkoestigen uns mit Falafel, Fuul (eine Paste aus braunen Bohnen, im Fladenbrot), Shwarma, Shis Kebab und klebrigen Suessigkeiten, trinken Tamarinde- und Granatapfelsaft, Karkade- und Pfefferminztee und Sahleb, ein warmes dickfluessiges Milchgetraenk mit Nuessen und Fruechten.
Und wir rauchen Shisha. Sie schmecken einfach besser hier.
Montag, Oktober 03, 2005
Kurzärmelig
Es ist, wie es immer ist: Unmittelbar vor Abreise fällt einem ein, was man alles noch für die grosse Reise braucht. Angesagt war also eine grosse Shopping-Tour. Ganz oben auf der Liste stand das wichtigste Reiseutensil: Geld.
Mit einer ganzen Menge Bargeld machte ich mich daran, Traveller Cheques zu kaufen. In der UBS-Filiale an der Bahnhofstrasse, die ich als erstes betrat, teilte man mir mit Bedauern mit, das sei leider nicht möglich, denn "wir haben überhaupt kein Bargeld und keine Cheques hier." (Wieso? Weil ihr gerade ausgeraubt wurdet? Weil alles auf den Cayman Islands ist?) Erst die Konkurrenz ein paar Blocks weiter konnte weiterhelfen.
Das nächste Hindernis wartete bereits. Ich hatte das Bedürfnis, mir einige kurzärmelige Hemden zu kaufen. Nun mag dieses Begehren modetechnisch nicht über jegliche Zweifel erhaben zu sein, aber für die bevorstehende Reise sind kurzärmelige Hemden nun halt eben eine ideale Bekleidung. Doch das Unterfangen war zum Scheitern verurteilt. Schliesslich haben wir hier bereits Herbst/Winter, und in den Herbst/Winter-Kollektionen pflegen Hemden nun mal ausschliesslich langärmelig zu sein, wie mir eine Verkäuferin erklärte. Einzig im Migros City habe ich Hemden mit kurzen Ärmeln gefunden. Sie sind für Leute entworfen worden, die zu klein und zu dick sind und es sich in den Kopf gesetzt haben, durch möglichst abstruse Farbwahl unangenehm aufzufallen.
Meine Shopping-Tour ging noch weiter - aber ich sollte hier nicht nörgeln.
Das nächste Mal, wenn ich schreibe, werde ich bereits berauscht sein von den Wasserpfeifen und vom Duft des süssen Pfefferminztees.
Mit einer ganzen Menge Bargeld machte ich mich daran, Traveller Cheques zu kaufen. In der UBS-Filiale an der Bahnhofstrasse, die ich als erstes betrat, teilte man mir mit Bedauern mit, das sei leider nicht möglich, denn "wir haben überhaupt kein Bargeld und keine Cheques hier." (Wieso? Weil ihr gerade ausgeraubt wurdet? Weil alles auf den Cayman Islands ist?) Erst die Konkurrenz ein paar Blocks weiter konnte weiterhelfen.
Das nächste Hindernis wartete bereits. Ich hatte das Bedürfnis, mir einige kurzärmelige Hemden zu kaufen. Nun mag dieses Begehren modetechnisch nicht über jegliche Zweifel erhaben zu sein, aber für die bevorstehende Reise sind kurzärmelige Hemden nun halt eben eine ideale Bekleidung. Doch das Unterfangen war zum Scheitern verurteilt. Schliesslich haben wir hier bereits Herbst/Winter, und in den Herbst/Winter-Kollektionen pflegen Hemden nun mal ausschliesslich langärmelig zu sein, wie mir eine Verkäuferin erklärte. Einzig im Migros City habe ich Hemden mit kurzen Ärmeln gefunden. Sie sind für Leute entworfen worden, die zu klein und zu dick sind und es sich in den Kopf gesetzt haben, durch möglichst abstruse Farbwahl unangenehm aufzufallen.
Meine Shopping-Tour ging noch weiter - aber ich sollte hier nicht nörgeln.
Das nächste Mal, wenn ich schreibe, werde ich bereits berauscht sein von den Wasserpfeifen und vom Duft des süssen Pfefferminztees.
Sonntag, Oktober 02, 2005
Vorfreude im Nieselregen
Eigentlich ist es idiotisch, über eine Reise zu schreiben, bevor man sie angetreten hat. Da ich nun aber einigen Leuten diese Adresse gegeben habe und vielleicht jemand hier vorbeischaut, muss ich wohl irgendetwas schreiben...
Für diejenigen, denen ich das noch nicht unter die Nase gerieben habe, in kurzer Fassung unsere Reisepläne: Am kommenden Mittwoch, 5. Oktober, werden Tobias, Dimitri, Fabian und ich auf Kairo fliegen. Von Kairo aus werden wir über die Sinai-Halbinsel nach Jordanien reisen, um Petra, die Stadt aus Stein, sowie die Hauptstadt Amman zu besuchen. Danach gehen wir weiter nach Damaskus, der Hauptstadt von Syrien. Wenn die Zeit reicht, werden wir einen Abstecher nach Aleppo im Norden des Landes machen. Unsere Reise endet am Sonntag, 23. Oktober, in Beirut (Libanon), von wo aus wir nach Zürich zurückfliegen.
Am 5. Oktober beginnt in der islamischen Welt der Ramadan, der bis am 2. November dauert. Wir haben nicht wirklich eine Ahnung, inwiefern das uns und unsere Reise beeinflussen wird. Aber man hat uns erzählt, dass das Essen am Abend, nach dem Fastenbrechen, besonders gut und reichhaltig ist. Das genügt eigentlich schon, um unsere Vorfreude zu steigern.
Ach, apropos Vorfreude: Über Zürich liegt 'ne dicke Nebeldecke, es ist unanständig kalt und es nieselt. In Kairo hingegen ist es sonnig, die Prognosen für kommende Woche sagen Durchschnittstemperaturen von etwa 30 Grad vorher.
Für diejenigen, denen ich das noch nicht unter die Nase gerieben habe, in kurzer Fassung unsere Reisepläne: Am kommenden Mittwoch, 5. Oktober, werden Tobias, Dimitri, Fabian und ich auf Kairo fliegen. Von Kairo aus werden wir über die Sinai-Halbinsel nach Jordanien reisen, um Petra, die Stadt aus Stein, sowie die Hauptstadt Amman zu besuchen. Danach gehen wir weiter nach Damaskus, der Hauptstadt von Syrien. Wenn die Zeit reicht, werden wir einen Abstecher nach Aleppo im Norden des Landes machen. Unsere Reise endet am Sonntag, 23. Oktober, in Beirut (Libanon), von wo aus wir nach Zürich zurückfliegen.
Am 5. Oktober beginnt in der islamischen Welt der Ramadan, der bis am 2. November dauert. Wir haben nicht wirklich eine Ahnung, inwiefern das uns und unsere Reise beeinflussen wird. Aber man hat uns erzählt, dass das Essen am Abend, nach dem Fastenbrechen, besonders gut und reichhaltig ist. Das genügt eigentlich schon, um unsere Vorfreude zu steigern.
Ach, apropos Vorfreude: Über Zürich liegt 'ne dicke Nebeldecke, es ist unanständig kalt und es nieselt. In Kairo hingegen ist es sonnig, die Prognosen für kommende Woche sagen Durchschnittstemperaturen von etwa 30 Grad vorher.