Freitag: Fastenbrechen
Ich hab frueher in diesem Blog bereits einmal kurz vom Fastenbrechen jeden Abend gegen halb sechs erzaehlt. In Kairo sieht man ab etwa fuenf Uhr nachmittags in den Seitenstrassen die Leute an grossen Tischen sitzen, das Essen vor sich, geduldig wartend. Weil wir jedes Mal, wenn wir an einer solchen Szene vorbeigegangen sind, aufs Freundlichste eingeladen sind, haben wir uns am Freitag dazugesetzt.
Wobei auch dieses Mal die Einladungen und Aufforderungen, uns doch bitte zu setzen, fast ueberschwaenglich freundlich waren. Wir setzen uns also auf vier kleine grellfarbige Plastikstuehle und erhalten sofort das, was jeder andere auch vor sich hat: Ein Fladenbrot und ein paar gedoerrte Datteln. Dann beginnt das Warten, das mehrheitlich schweigend von sich geht. Die Menschen scheinen doch sehr erschoepft vom Fasten, einige schlafen, ansonsten ist die haeufigste Bewegung das Verscheuchen der Fliegen, die sich an den Datteln zu schaffen machen.
Nach einiger Zeit werden kleine Schaelchen mit Suessigkeiten aufgetragen, jeder erhaelt eins. Die Maenner an unserem Tisch machen uns verstaendlich, wir sollten die Suessigkeiten mit dem Fladenbrot zudecken. Ob zum Schutz gegen Fliegen oder damit man sie nicht, ohne zu essen, anstarren muss, bleibt unklar. Waehrend all dieser Zeit ist im Hintergrund, eher leise, ein Vorbeter hoerbar, aber es ist unmoeglich zu sagen, ob jemand auf das hoert, was er predigt. Kurz vor halb sechs bekommen alle Anwesenden einen Aluminium-Teller mit mehreren Faechern - es gibt Reis, Kartoffeln mit Tomaten und ein wenig Fleisch und Pickles, sauer-scharfe eingelegte Gemuesestuecke.
Noch ist es aber nicht so weit, das Essen steht noch unberuehrt auf dem Tisch. Der Moment kann aber nicht mehr weit sein, irgendwie liegt eine seltsame Spannung, auch eine Vorfreude, in der Luft. Einige an unserem Tisch beginnen, die Kartoffeln ins Fladenbrot zu fuellen, andere mischen das Gemuese mit dem Reis - aber noch immer gibt es keinen Bissen. Dann endlich, der Vorbeter ruft klar und deutlich "Allah akbar", Gott ist gross, kann es beginnen, und ebenso still, wie man gewartet hat, macht man sich nun hinter das Essen. Geselligkeit kommt nun keine mehr auf, wer fertig ist, verlaesst den Tisch und geht, nach knapp zehn Minuten sind wir praktisch alleine in der grossen Seitengasse.
Wobei auch dieses Mal die Einladungen und Aufforderungen, uns doch bitte zu setzen, fast ueberschwaenglich freundlich waren. Wir setzen uns also auf vier kleine grellfarbige Plastikstuehle und erhalten sofort das, was jeder andere auch vor sich hat: Ein Fladenbrot und ein paar gedoerrte Datteln. Dann beginnt das Warten, das mehrheitlich schweigend von sich geht. Die Menschen scheinen doch sehr erschoepft vom Fasten, einige schlafen, ansonsten ist die haeufigste Bewegung das Verscheuchen der Fliegen, die sich an den Datteln zu schaffen machen.
Nach einiger Zeit werden kleine Schaelchen mit Suessigkeiten aufgetragen, jeder erhaelt eins. Die Maenner an unserem Tisch machen uns verstaendlich, wir sollten die Suessigkeiten mit dem Fladenbrot zudecken. Ob zum Schutz gegen Fliegen oder damit man sie nicht, ohne zu essen, anstarren muss, bleibt unklar. Waehrend all dieser Zeit ist im Hintergrund, eher leise, ein Vorbeter hoerbar, aber es ist unmoeglich zu sagen, ob jemand auf das hoert, was er predigt. Kurz vor halb sechs bekommen alle Anwesenden einen Aluminium-Teller mit mehreren Faechern - es gibt Reis, Kartoffeln mit Tomaten und ein wenig Fleisch und Pickles, sauer-scharfe eingelegte Gemuesestuecke.
Noch ist es aber nicht so weit, das Essen steht noch unberuehrt auf dem Tisch. Der Moment kann aber nicht mehr weit sein, irgendwie liegt eine seltsame Spannung, auch eine Vorfreude, in der Luft. Einige an unserem Tisch beginnen, die Kartoffeln ins Fladenbrot zu fuellen, andere mischen das Gemuese mit dem Reis - aber noch immer gibt es keinen Bissen. Dann endlich, der Vorbeter ruft klar und deutlich "Allah akbar", Gott ist gross, kann es beginnen, und ebenso still, wie man gewartet hat, macht man sich nun hinter das Essen. Geselligkeit kommt nun keine mehr auf, wer fertig ist, verlaesst den Tisch und geht, nach knapp zehn Minuten sind wir praktisch alleine in der grossen Seitengasse.

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